TV Empfang

TV-Empfang als Position der Betriebskostenabrechnung kann nicht unterschiedlicher genannt werden. In der Regel wird heut zu tage der digitale Empfang von Fernsehen über einen gemeinschaftliche Einrichtung damit beschrieben. Das kann zum einen der Empfang über einen digitalen Breitbandanschluss eines Kabelunternehmens wie Kabel Deutschland oder Unitymedia sein oder auch eine für die Gemeinschaft errichtete Satellitenanlage. Aber welche Kosten können Vermieter auf Mieter umlegen? Dieser Frage gehen wir im Ratgeberartikel TV-Empfang auf den Grund.

Kosten für einen Breitbandkabelanschluss

Wenn Sie als Mieter in einem Mehrfamilienhaus wohnen in dem der regionale Kabelanbieter einen Anschluss verlegt hat, dann zahlt der Vermieter hierfür monatlich, quartalsweise oder auch jährlich einen festen Betrag je Anschluss/Einheit.
Für diesen Betrag erhalten alle Einheiten die Grundversorgung mit digitalem Fernsehsignal. In der Regel handelt es sich hierbei um öffentlich rechtliche Sender und privat Sender in normaler Qualität. Welche Sender dies genau sind können Sie abhängig von Ihrem Wohnort bei den zwei großen Kabelanbietern Kabel Deutschland oder Unitymedia einsehen.

Die Grundgebühr für das bereit stellen eines Kabelanschlusses ist in vollem Umfang auf den Mieter umlagefähig. Der beste Verteiler-/ Umlageschlüssel hierfür ist Einheit denn auch so wird es auf der Abrechnung des Dienstleistungsunternehmens abgerechnet. Nicht nach Personen oder m²!

Kosten für eine Satellitenanlage

Etwas anders verhält es sich bei einer gemeinschaftlich genutzten Satellitenanlage. Hierfür fallen so gesehen geringe wiederkehrende Kosten an. Diese wären Kosten für den Stromverbrauch der Verteileranlage & Wartungen. Eine weitere möglichkeit ist eine geleaste ANlage. Dann darf der Vermieter die monatlichen Leasingkosten wie auch bei einem Kabelanschluss ohne jeden Zweifel umlegen, sofern dies mietvertraglich geregelt ist. Reparaturen hingegegen hat der Vermieter selbst zu tragen. Diese dürfen nicht auf den Mieter umgelegt werden.

Aber wenn der Vermieter im Mietvertrag vereinbart, das eine Pauschale je Einheit (gleich hoch) gezahlt wird um den TV-Empfang über Satellit zu gewährleisten sind eventuelle Reparaturen, oder der Austausch eines defekten Teiles der Anlage abgedeckt.

Auch im Fall einer gemeinschaftlichen Satellitenanlage ist der beste Umlageschlüssel der nach Einheiten. So entfällt auf jede WOhnung der gleiche Anteil an Kosten welcher fairer nicht aufgeteilt werden könnte.

Kosten für DVB-T Empfang

Mit DVB-T bietet sich ein weiterer Empfangsweg für den TV Genuss an. DIeser ist allerdings in der Regel unabhängig vom Vermieter und alle Kosten die hierfür anfallen werden vom Mieter selbst getragen. Das Empfangsgerät, der DVB-T Receiver sowie auch die Antenne werden auf eigene Kosten gekauft und Betrieben. Hierbei fallen für die Allgemeinheit keine umlegbaren Kosten an.

IPTV und weitere Emfpangswege

IPTV steht für den Empfang des Fernsehprogramms über das Internet, die hierbei anfallenden Kosten für das Empfangsgerät sowie auch den Anschluss trägt jeder Mieter für sich. Es fallen keine Kosten für die gemeinschaft an welche umgelegt werden könnten.

Wissenswert für Mieter

Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus mit einem Breitbandkabel Anschluss leben oder einziehen, dann fragen Sie bei Ihrem Vermieter nach der Kundennummer. In den meisten Fällen wird Ihnen die monatliche Grundversorgungsgebühr bei Abschluss eines höherwertigen Vertrages angerechnet und Sie können sich somit etwas sparen.

Als Beispiel:
Im Haus existiert ein Anschluss von Kabelanbieter A. Das hierbei zur verfügung gestellte TV Senderprogramm ist Ihnen nicht umfangreich genug oder aber Sie möchten die nächst höhere Qualitätsstufe empfangen. Hierfür müssen Sie einen Servicevertrag mit dem Kabelanbieter abschließen. Dieser Kostet mit allem was Sie sich wünschen 39,99 €. Durch den bereits vorhandenen Basisanschluss der mit 11,99 € je Einheit und Monat zu buche schlägt empfangen Sie Fernsehen. Wenn Sie dem Kabelanbieter den Hinweis geben das der Anschluss bereits exisitiert und ein Service-Vertrag besteht rechnet Ihnen der Anbieter in der Regel diese Grundkosten an.

Sie bekommen also eine Gutschrift von monatlich 11,99 € und zahlen nur noch 28,00 € monatlich.
Keine Gewähr über die Höhe der angerechneten Kosten, diese müssen Sie bei Ihrem Kabelanbieter abfragen.

Wissenswert für Vermieter

Im Falle eines Breitbandkabelanschlusses mit dazu vorhandenem Servicevertrag ist die Umlage der Kosten für Sie ein leichtes, sofern Sie dies im Mietvertrag vereinbaren. Beachten Sie aber auch, das die Anlage für alle Mieter zugänglich sein muss!

Die Position TV-Empfang im Betriebskostenspiegel

Jahr
Durchschnitt
Westdeutschland
Ostdeutschland
2005
0,20 €
0,21 €
0,13 €
2006
0,20 €
0,21 €
0,14 €
2007
0,20 €
0,20 €
0,12 €
2008
0,19 €
0,19 €
0,18 €
2009
0,18 €
0,18 €
0,18 €
2011
0,21 €
0,21 €
0,20 €
2012
0,21 €
0,22 €
0,18 €
2013
0,21 €
0,22 €
0,19 €

weitere informationen

  • Für das Jahr 2010 wurde kein Betriebskostenspiegel veröffentlicht
  • Der Betriebskostenspiegel des Jahres 2014 wurde noch nicht veröffentlicht
Aktualisiert: 08/2016